Montag, 24. September 2007

Ausflug ins Mittelalter - 21.09.-24.09.2007

Neidvoll hatte ich in den vergangenen Tagen die Wettervorhersagen von Gladbeck und Toulouse verglichen und war zu dem Ergebnis gekommen, dass ich auch aus diesem Grund lieber in Südfrankreich wäre. Am Samstag präsentierte sich der Himmel über der Garonne jedoch in einem ungewohnten Kleid. Es war diesig, leicht windig und der auch hier nahende Herbst war nicht nur an der Farbe der Blätter abzulesen.

An diesem Wochenende stand neben kurzweiliger Freizeitgestaltung auch Eddis Umzug in ein möbliertes Zimmer an, das praktischerweise in Rufweite des bisherigen Hotelzimmers liegt. Neben der räumlichen Nähe fiel angenehm auf, dass sich das Zimmer in einem gepflegten Ambiente befindet. Was der Toulouser Wohnungsmarkt ansonsten noch so hergegeben hätte, stach uns beim samstäglichen Stadtbummel dann auch besonders ins Auge.

Damit uns neben dem typisch französischen Vin-et-pain-Programm noch ein paar Vitamine erreichen, schlenderten wir wieder über den Markt. Neben bunten Ständen mit allen uns bekannten Obstsorten gab es auch einen prall gefüllten Pilzstand. Da nirgendwo Warnhinweise angebracht waren, können wir hier sicherlich in den nächsten Wochen mal beherzt zuschlagen.

Damit das mit der gesunden Ernährung aber nicht Überhand nimmt, gab es kurz nach unserer Ankunft in unserem sonntäglichen Ausflugsziel Carcassonne wieder vertraute Nahrung.

Überhaupt hielt diese Stadt für den kalorienbewussten Hobbysportler die eine oder andere schwere Prüfung bereit.

Außer kulinarischen Höhepunkten gab es dort aber auch eine ganze Menge Sightseeing-Programm. Auf einem Hügel am Stadtrand liegt nämlich die vollständig erhaltene Festung Cité de Carcassonne. Der Rundweg an der inneren Festungsmauer entlang ist vollständig begehbar, während sich im Innern der Festung ein Touristenshop an den nächsten reiht. Erstaunlich fanden wir, dass selbst bei größeren Höhenunterschieden keinerlei Geländer angebracht war. Nur ein kleines dezentes Schild wies darauf hin, was passiert, wenn man allzu unvorsichtig agiert. Dies reichte offenbar völlig als Gefahrenhinweis aus, denn wir sahen nirgendwo Leute mit Knochenbrüchen rumliegen.


Nach ausgiebiger Besichtigung der Festung ging es runter zur Aude. Anders als bei der Garonne schimmerte hier das Wasser nicht grünlich-kloakig, sondern lud fast zum Baden ein - wenn da nicht die geringe Wassertiefe gewesen wäre... Die Sonne ließ sich erstmals an diesem Tag für längere Zeit blicken und rundete so einen stimmungsvollen Tagesausflug ab.



Nach dem Erholungsprogramm am Sonntag konnte uns der Umzug am Montagmorgen nichts mehr anhaben. Eddi konnte ja schließlich auf einen umzugserfahrenen Helfer zurückgreifen. ;-) So waren die Sachen ruckzuck von A nach B transportiert.


Am nächsten Wochenende ist die Zeit der entspannten Kurzurlaube leider vorübergehend vorbei. Der Berlin-Marathon ruft und da ich angemeldet bin, werde ich diesem Ruf folgen. Meine Muskeln und Gelenke hatten in den letzten Wochen ausreichend Zeit und Muße, sich zu regenerieren, da ich es mit dem Walking-Training nicht gerade übertrieben habe. So bin ich äußerst gespannt darauf, in welcher Zeit und welchem Zustand ich am Sonntag ins Ziel kommen werde. Ein besonderes Erlebnis wird der Berlin-Marathon alle Male - schon alleine wegen der Stimmung an der Strecke. Da werde ich wohl ein paar hübsche Fotos machen, die ich am darauffolgenden Wochenende in aller Ruhe meinem Besuch aus Frankreich vorführen kann... ;-)

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Carcassonne!!!

Dagegen kommt Wildemann nicht an!

Einen lieben Gruß auch auf diesem Weg an Euch!

Monika

Kathrin hat gesagt…

Wunderschön, Ihr Beiden. Genießt es! Im Übrigen scheint es, Eure Liebe tut Euch gut, so seht Ihr jedenfalls auf! Find ich soooo schön!

Bis bald Georg!