Dienstag, 26. August 2008

Bike and Walk - 23.-25.08.2008

Es ist schon ein Weilchen her, seitdem Eddi und ich den Zweitagesmarsch gefinished, bzw. den Viertagesmarsch vorzeitig beendet haben. Da meine Fersensporne trotz neuer Einlagen noch ziemlich rumzicken, macht das Training derzeit nicht wirklich Spaß. Da keine gezeiteten Langstreckenwalks mehr anstehen, haben wir in den letzten Wochen die Trainingsdosis ein wenig herunter gefahren. Ausgedehnte Spaziergänge gibt's nur, wenn wir Lust darauf haben - ansonsten kümmern wir uns um die Einrichtung unserer Wohnung und die gemeinsame Zukunftsplanung.



So vergingen die ersten 24 Tage dieses Monats und unser Lauftagebuch August war weit davon entfernt, sich der 100-Kilometer-Marke zu nähern. Da Walken am letzten Samstag nicht so recht mein Ding war, planten wir ein kleines Alternativprogramm, um fit zu bleiben. In Toulouse stehen nämlich seit geraumer Zeit an jeder Straßenecke jede Menge Leihfahrräder herum, die ganz simpel durch dreimaliges Eingeben der Geheimzahl und Drücken eines grünen Knopfes für eine beliebige Dauer von Interessierten ausgelöst werden können. Nachdem wir bereits seit einigen Wochen damit geliebäugelt hatten, dies mal praktisch auszuprobieren, war es am Samstag so weit - und so radelten wir bei milden 24 Grad und einem lauen Lüftchen an der Garonne vorbei nach Blagnac, rund um das Werk eines großen Flugzeugherstellers, durch den Park von Blagnac und schließlich zurück nach Toulouse.



Da der Sattel des geliehenen Fahrrades sich in der Nachbetrachtung nur als mäßig bequem erwies, war es am Sonntag wieder Zeit für einen kleinen Spaziergang. Wir fuhren mit dem Auto ein paar Kilometerchen in westlicher Richtung und erreichten den Foret de Bouconne, in dem viele verschiedene beschilderte Wanderwege zum Flanieren einluden. Da ich nach den Erfahrungen der letzten Wochen zu meinen Einlagen ein etwas gespanntes Verhältnis habe, ließ ich sie einfach mal zu Hause und marschierte ein wenig mit handelsüblichen Trekking-Sandalen. Klappte alles wunderbar und schmerzfrei -bis zu der Stelle, an der wir wohl etwas zu dicht an einem Bienennest, das sich in einem ausgehöhlten Baum befand, vorbeigingen. Eine dicke Biene hatte es sich wohl gleich in meiner Kniekehle gemütlich gemacht, als ich beschloss, diese zum Zwecke der Fortbewegung zu beugen. Die Mischung aus Jucken, taub werden und Brennen, die mich den Rest des Tages begleitete, schob ich innerlich beiseite. Schließlich hatte das Walken mit den Sandalen phantastisch funktioniert - und zum krönenden Abschluss des kleinen Spaziergangs gab es noch einen malerischen Blick auf einen See.


Leider ging das gemeinsame Wochenende mit Eddi wieder viel zu schnell zu Ende, so dass ich bereits am Montag um kurz vor 17 Uhr wieder in Gladbeck war. Ich warf nur kurz mein Gepäck in die Ecke, band mir den Forerunner um, zog die Sandalen an und testete mal ausgiebig, wie es sich mit den Dingern so in der Heimat walkt. Mein Weg führte mich nach Gladbeck-Brauck, Richtung Horst, durch Buer und wieder zurück nach Gladbeck. Nach langsamem Beginn testete ich auch mal zwischendurch eine etwas schnellere Gangart. Zu meiner großen Überraschung blieben nachhaltige Zipperlein aus. Als ich wieder zu Hause eintrudelte, zeigte der Forerunner gut 17 Kilometer bei einem Schnitt von 7:50 min/km an. Ich bin durchaus schon mal länger und schneller gewalkt - insgesamt war ich aber ganz zufrieden mit mir. Jetzt freue ich mich erst einmal auf ein kleines Stückchen Hamburger Hunderter und vor allem auf Eddis Ankunft am Hamburger Flughafen in ca. 66 Stunden... ;-)

Kommentare:

trailfüchsin hat gesagt…

SUPER! Freut mich, dass Ihr wieder aktiv seid!

LG Monika

Highopie hat gesagt…

Na siehste, es geht wieder auf(vor)wärts.
Gruß
THORSTEN